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Seminar über Betriebsverfassung in anderen EU-Ländern

Foto Foto Viele Merkmale der deutschen Betriebsverfassung sind Betriebsräten "in Fleisch und Blut" übergegangen. Sie werden nicht mehr hinterfragt und als selbstverständlich hingenommen. Ein Blick über den Tellerrand ist aber spätestens dann erforderlich, wenn Kontakte mit ausländischen Belegschaftsvertretern anstehen. Auch für die heimische Situation können neue Impulse nützlich sein, wenn man sich die "best practice" anderer Länder zu eigen macht.

Ziel des Seminars ist es, die Arbeit der Belegschaftsvertretung in anderen Ländern kennenzulernen. Dabei geht es nicht nur um die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, sondern vor allem um die tägliche Praxis und die landestypischen kulturellen Besonderheiten.

Das Seminar (Dauer 1 - 3 Tage) bieten wir für zwei verschiedene Zielgruppen an:

  • für nationale Gruppen (z. B. deutsche Betriebsräte),
    die die Modelle anderer Länder wie Frankreich, Großbritannien oder Spanien kennenlernen wollen. In diesem Fall wird das Seminar ohne Dolmetscher in der Muttersprache der Teilnehmer durchgeführt. Unser Team bietet neben Deutsch auch Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch als Seminarsprache an.

  • für multinationale Gruppen (z. B. komplette EBR-Gremien)
    In diesem Fall werden die Modelle mehrerer ausgewählter EU-Länder vorgestellt, darunter auch die Besonderheiten der deutschen Betriebsverfassung. Seminare für multinationale Gruppen werden in der Regel simultan gedolmetscht.

    Die Erarbeitung der Seminarinhalte erfolgt in kleinen Gruppen nach der Contrast-Culture-Methode an konkreten Aufgaben und Fallstudien aus der Praxis. So wird das Vorgehen eines deutschen Betriebsrates nicht von den deutschen Seminarteilnehmern, sondern beispielsweise von britischen Shop Stewards erläutert. Im Gegenzug sind die deutschen Teilnehmer beispielsweise für die Präsentation der Arbeit einer französischen Belegschaftsvertretung zuständig usw. Durch diese Methode wird allen Beteiligten sehr schnell bewußt, wo die landestypischen Besonderheiten und Schwerpunkte liegen und welche Fragen sich bei der Zusammenarbeit mit ausländischen Kollegen stellen.

    Mögliche Fragestellungen des Seminars, jeweils bezogen auf ein bestimmtes Land:

  • Welche Rolle spielen Betriebsrat und Gewerkschaften im Betrieb?
        Welche Mitspracherechte stehen ihnen zu?
  • Wer ist Verhandlungspartner des Arbeitgebers? Gibt es eine Friedenspflicht?
  • Über welche Ressourcen (Büroausstattung, Gelder, Freistellungen) verfügt die jeweilige
        Belegschaftsvertretung?
  • Welche Einstellungen und Handlungsmuster zeigen Arbeitgeber und Führungskräfte
        gegenüber der Belegschaftsvertretung?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten hat die Belegschaftsvertretung bei konkreten Fragen im
        betrieblichen Alltag, z. B. bei Personalabbau, neuen Managementkonzepten oder
        Arbeitszeitflexibilisierung?
  • Welche Rolle spielen hauptamtliche Gewerkschaftssekretäre und Sachverständige in der
        Interessenvertretung?
  • Welche Bedeutung haben Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat für die Arbeitnehmervertretung?
  • Gibt es standortübergreifende, nationale Gremien der Belegschaftsvertretung?
        Wie kann deren Arbeit mit dem Europäischen Betriebsrat vernetzt werden?

    Unsere Referenten kennen die kulturellen Besonderheiten in einer Vielzahl von EU-Ländern aus der Praxis. Dieses Seminarkonzept bieten wir auch für die EU-Beitrittsländer in Mittel- und Osteuropa an. Sprechen Sie mit uns über die Auswahl der Länder und die Einzelheiten eines möglichen Seminars.


    Unsere Themen für Inhouse-Seminare:

    Kommunikation und Kooperation
    Bi-nationale Workshops
    Europäische Sozialstandards
    Arbeits- und Gesundheitsschutz
    Sprachkurse

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