© 2004
Arbeitsbeziehungen in Europa

  Werner Altmeyer
Interessenmanager vor neuen Herausforderungen
Eine empirische Studie über Belegschaftsvertretungen in Deutschland , Frankreich, Spanien und Großbritannien, Baden-Baden 2001, 387 Seiten, broschiert, ISBN 3-7890-6946-9, € 51,-
(Nomos Universitätsschriften, Wirtschaft, Band 55)

Ländervergleiche zur Betriebsverfassung gibt es viele. In diesem Buch beschreibt Werner Altmeyer vom Trainings- und Beratungsnetz "euro-betriebsrat.de" die Arbeitsbeziehungen jedoch nicht nur formalrechtlich, sondern trägt eine Reihe praktischer Beispiele zusammen. Diese betrieblichen Fallstudien zeigen anschaulich, wie Belegschaftsvertretungen in den vier Untersuchungsländern ihre tägliche Arbeit leisten, wie sich ihr Verhältnis zur Belegschaft wie auch zum Management gestaltet.

Ein Schwerpunkt bildet die Frage, wie Belegschaftsvertretungen mit Restrukturierungen und neuen Managementstrategien (z. B. total quality management) in der Praxis umgehen. Die Resultate der vier Länder werden schließlich in einem Quervergleich ausgewertet und dabei Mentalitätsunterschiede beleuchtet, die eine Zusammenarbeit im EBR erschweren.
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  Heribert Kohl
Koalitionsfreiheit, Arbeitnehmerrechte und sozialer Dialog in Mittelosteuropa und im westlichen Balkan
Berlin 2009, 116 Seiten, ISBN 978-3-86872-159-1, kostenlos

Im September 2009 ist eine neue Studie des Osteuropa-Experten Heribert Kohl erschienen. Er untersucht darin sowohl die Verbreitung von Betriebsräten, die Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften, den sozialen Dialog als auch das Tarifvertragswesen in 16 Ländern Mittel- und Osteuropas und auf dem westlichen Balkan. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie die Finanzmarktkrise in diesen Ländern gemeistert wurde und welche konkreten Auswirkungen auf die Arbeitsbeziehungen zu beobachten sind.
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  Stefan Rüb
Die Transnationalisierung der Gewerkschaften
Eine empirische Untersuchung am Beispiel der IG Metall
Berlin 2009, 336 Seiten, ISBN 978-3-3836-08703-2, € 21,90

Anhand zahlreicher Interviews untersucht der EBR-Forscher Stefan Rüb in seiner im August 2009 publizierten Dissertation die Internationalisierung der IG Metall. Neben der Tarifpolitik spielen internationale Rahmenvereinbarungen zur Durchsetzung weltweiter Sozialstandards und die Europäischen Betriebsräte für ihn eine zentrale Rolle. Deutlich arbeitet er in einem historischen Rückblick heraus, welche Spannungen und Reibungspunkte es innerhalb einer Gewerkschaftsorganisation gibt, die sich einer grenzüberschreitenden Perspektive stellen muß, um handlungsfähig zu bleiben. Rüb kommt zu dem kritischen Ergebnis, daß innerhalb der IG Metall eine europäische Handlungslogik erst in Ausnahmefällen verankert ist.
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  Manfred Flore/Heiko Schlatermund (Hrsg.)
Zukunft von Arbeitsbeziehungen und Arbeit in Europa
Osnabrück 2009, 142 Seiten, ISBN 978-3-929979-94-7, kostenlos

Das Projekt ZAUBER ("Zukunft von Arbeitsbeziehungen und Arbeit in Europa") beinhaltete sechs internationale Expertenworkshops in vier Ländern. Die Projektdokumentation faßt alle behandelten Themen zusammen. Schwerpunkte waren die Unterrichtung und Anhörung der Arbeitnehmer in multinationalen Unternehmen, die europäische Tarifpolitik und Perspektiven der Arbeitsbeziehungen in Mittel- und Osteuropa.
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  Josef Schmid/Harald Kohler (Hrsg.)
Arbeitsbeziehungen und Sozialer Dialog im alten und neuen Europa
Unterschiede - Gemeinsamkeiten - Kooperationen
Baden-Baden 2008, 331 Seiten, ISBN 978-3-8329-4020-1, € 22,-

Im November 2008 ist dieser Sammelband, eine Bestandsaufnahme des Arbeitsrechts, der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen und des Sozialen Dialogs in drei alten EU-Ländern und drei Beitrittsländern erschienen. Deutschland, Frankreich, Italien sowie Tschechien, die Slowakei und Kroatien werden jeweils in eigenen Kapiteln behandelt: insbesondere die Rolle von Betriebsrat und Gewerkschaft in diesen Ländern, aktuelle Trends der Tarifverhandlungen und der staatlichen Politik wie auch Merkmale der beruflichen Bildung. Das Buch lohnt sich nicht nur für einen vertieften Blick nach Osteuropa, sondern auch für die Recherche aktueller Entwicklungen in den drei westeuropäischen Ländern.
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  Stefanie Hürtgen
Transnationales Co-Management
Betriebliche Politik in der globalen Konkurrenz
Münster 2008, 313 Seiten, ISBN 978-3-89691-749-2, € 29,90

Diese im November 2008 erschienene Dissertation dokumentiert die praktische Arbeit von französischen Arbeitnehmervertretern der Gewerkschaften CGT, CFDT und CGT-FO, von deutschen Betriebsräten der IG Metall in West und Ost wie auch von EBR-Mitgliedern der Gewerkschaften Solidarność und OPZZ aus Polen. Die Interviews zeigen den Umgang mit betrieblichen Problemen in den einzelnen Ländern und beleuchten die jeweilige Einbindung in den Europäischen Betriebsrat.
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  Claudia Schippmann
Betriebliche Mitbestimmungskulturen in Großbritannien, Spanien, Schweden, Frankreich und Ungarn
Düsseldorf 2008, 166 Seiten, ISBN 978-3-86593-086-6, € 18,-

Welche Rechte haben meine Kollegen im Europäischen Betriebsrat in ihrem Heimatland, wenn sie dort Arbeitsbedingungen im Betrieb regeln wollen oder mit Umstrukturierungen konfrontiert sind? Solche Fragen stellen sich viele EBR-Mitglieder. Antworten finden sie in dieser Broschüre der Hans-Böckler-Stiftung vom April 2008. Vorgestellt werden darin fünf ausgewählte EU-Länder nicht nur hinsichtlich der aktuell geltenden Bestimmungen zur Betriebsverfassung, sondern auch mit einem ausführlichen historisch-sozialen Rückblick.
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  Arbeiterkammer Wien/TPA Horwath
Grenzüberschreitendes Arbeiten 2007
Steuer-, sozialversicherungs- und arbeitsrechtliche Bestimmungen für Tschechien, Ungarn, Slowakei, Polen, Slowenien & Kroatien
Wien 2007, 164 Seiten, kostenlos

Im Dezember 2007 legten die Arbeiterkammer Wien und die Steuerberatungsgesellschaft TPA Horwath diese Broschüre vor, die einen Überblick über die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern in sechs Ländern Mittel- und Osteuropas gibt. Österreich gilt als Brücke nach Osteuropa und pflegt intensive Kontakte mit den neuen und zukünftigen EU-Ländern.
Download der Broschüre    → Weitere Broschüren zum Arbeitsrecht in Osteuropa
     
  EGB-Infopoint/Europäische Gewerkschaftsakademie (Hrsg.)
Die Arbeitnehmervertretungssysteme auf Betriebsebene in der Europäischen Union und in den Beitrittsländern
2. Auflage, Brüssel 2005, 157 Seiten, DIN-A4 Ordner und CD-ROM, kostenlos

Die Neuauflage dieses Leitfadens über die Systeme der Betriebsverfassung gliedert sich in zwei Kapitel: der pädagogische Teil enthält einige Präsentationen und Arbeitsblätter für die Seminargestaltung, der informative Teil liefert einen Überblick über jedes der 25 EU-Länder sowie über die Beitrittsländer Bulgarien, Rumänien, Kroatien, Türkei und Nordzypern. Der Leitfaden ist als DIN-A4-Ordner und als interaktive CD-ROM in den vier Sprachen Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch kostenlos erhältlich.
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  Jochen Tholen/Ludovit Czíria/Eike Hemmer/Wieslawa Kozek/Zdenka Mansfeldová
Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in Mittel- und Osteuropa
Fallstudien zu den Auswirkungen auf die Arbeitsbeziehungen in Polen, Tschechien und der Slowakei, München/Mering 2005, 242 Seiten, ISBN 3-86618-006-3, € 27,80

Diese Studie untersucht in Niederlassungen der Unternehmen Bosch, Continental, Henkel, Nestlé, Oetker, RWE, Sanofi-Aventis, Siemens und Volkswagen in Polen, Tschechien und der Slowakei, ob Betriebsräte des Mutterlandes Einfluß auf die Arbeitnehmervertretungen vor Ort haben, ob die deutschen Arbeitsbeziehungen dorthin übertragen wurden und wie sich Führungskräfte in den EU-Beitrittsländern konkret verhalten. Das Forschungsprojekt wurde vom Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen durchgeführt.
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Foto   Heribert Kohl/Hans-Wolfgang Platzer
Arbeitsbeziehungen in Mittelosteuropa
Transformation und Integration. Die acht EU-Beitrittsländer im Vergleich
2. Auflage, Baden-Baden 2004, 335 Seiten, broschiert, ISBN 3-8329-0695-9, € 44,-

In den letzten Jahren haben die EU-Beitrittländer ihre Arbeitsgesetzgebung in erheblichem Umfang an die EU-Standards angeglichen. Die Studie beleuchtet die Entwicklung von den 90er Jahren bis heute in acht Ländern nach einem einheitlichen Raster: hinsichtlich des kollektiven Arbeitsrechts, der betrieblichen Arbeitsbeziehungen, des Tarifvertragswesens und der unterschiedlichen Führungsstile.

Früher als in anderen Transformationsländern wurden bereits 1992 in Ungarn und ein Jahr später in Slowenien Betriebsräte eingeführt, die sich am deutschen Vorbild orientieren. Seit 2001 gibt es in Tschechien eine Regelung über "Arbeitnehmerräte", die wiederum Vorbild für die Gesetzgebung in der Slowakei und Lettland (beide 2002) sowie in Litauen (2003) waren. Polen und Estland haben erst 2007 eine Art von Betriebsrat eingeführt.
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  Jeremy Waddington/Reiner Hoffmann (Hrsg.)
Zwischen Kontinuität und Modernisierung
Gewerkschaftliche Herausforderungen in Europa
2. Auflage, Münster 2002, 485 Seiten, broschiert, ISBN 3-89691-448-0, € 35,-

Europaweit sind die Gewerkschaften seit Mitte der 70er Jahre mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Globalisierung und Umgestaltung von Produktionsmethoden, Pluralisierung von Lebensstilen und Wertewandel sind die Stichworte. Der Band enthält hierzu Beiträge über Reformbemühungen der Gewerkschaften in 16 Ländern. Jedem der alten EU-Länder (außer Luxemburg) sowie Norwegen und Ungarn ist ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem u. a. die Situation der betrieblichen Interessenvertretung und die gewerkschaftliche Repräsentation am Arbeitsplatz beleuchtet werden.
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Arbeitsbeziehungen in einzelnen Ländern

  DGB-Bildungswerk/IG Metall
Länderprofil: Türkei
Tradition und Wandel
Düsseldorf/Frankfurt am Main 2009, 64 Seiten, Broschüre, € 3,50

Im Oktober 2005 begannen die Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der EU. Wann der Beitritt erfolgen wird, steht allerdings noch nicht fest. Die Broschüre wirft einen Blick in das Wirtschafts-, Sozial- und Gewerkschaftssystem der Türkei.
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  DGB-Bildungswerk/Friedrich-Ebert-Stiftung/IG BCE/IG Metall
Gewerkschaften in Rußland heute
Verstehen aus der Geschichte
Düsseldorf 2008, 55 Seiten, € 3,50

Diese im Januar 2008 erschienene Broschüre beleuchtet die Geschichte der russischen Gewerkschaftsbewegung nach 1992 wie auch die aktuelle Situation in der Metallindustrie und der chemischen Industrie. Beispielhaft ist der regelmäßige Erfahrungsaustausch im Henkel-Konzern zwischen deutschen und russischen Arbeitnehmervertretern dargestellt.
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  Martin Behrens/Jan Cremers
Betriebsratsarbeit in Deutschland und den Niederlanden
Schwerpunktheft der WSI-Mitteilungen, Februar 2009

Dieses Schwerpunktheft der WSI-Mitteilungen widmet sich dem Vergleich zwischen dem deutschen und niederländischen Modell betrieblicher Interessenvertretung. Ein besonderer Aspekt ist dabei die Internationalisierung, verbunden mit den Handlungsmöglichkeiten von Betriebsräten multinationaler Unternehmen. Einer der Beiträge untersucht die Zukunft der Mitbestimmung in den Niederlanden.
Weitere Informationen      → Bestellung der WSI-Mitteilungen
     
  Patrizia Chwalisz
Die Transformation des polnischen Arbeitsrechts und die Gewerkschaften
Frankfurt am Main 2007, 248 Seiten, ISBN 978-3-631-56518-6, € 54,70

Zum Jahresende 2007 ist diese Dissertation erschienen, die sich mit der Entwicklung des polnischen Arbeitsrechts in den Jahren nach 1989 befaßt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Rolle der Gewerkschaften, die ein Monopol in der betrieblichen Interessenvertretung für sich reklamiert hatten (ähnlich wie in Großbritannien). Erst die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Unterrichtung und Anhörung in polnisches Recht führte ab dem Jahr 2007 zur Bildung von Betriebsräten in polnischen Betrieben. Die Vorgeschichte der jüngsten Entwicklungen wird von der Autorin ebenso dargestellt wie die Umsetzung der EBR-Richtlinie und deren Folgen für die polnischen Arbeitsbeziehungen.
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  Claudia Heser
Works Councils in Großbritannien
Hamburg 2004, 210 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8300-1204-7, € 79,-

Diese Arbeit untersucht auf der Grundlage von Gesprächen mit Vertretern verschiedener im Vereinigten Königreich ansässiger Unternehmen und der dortigen Belegschaftsvertretungen die Funktionsweise und praktische Bedeutung sogenannter works, advisory, company oder employee councils. Es wird aufgezeigt, wie sich freiwillig errichtete "works councils" in die britischen Arbeitsbeziehungen einfügen und welche Rolle sie gegenüber der traditionellen Gewerkschaftsvertretung im Betrieb spielen. Die Grundlagen und Arbeitsergebnisse dieser Gremien werden auch vor dem Hintergrund des EU-Rechts beleuchtet.
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  Akima Hamandia
Arbeitszeitgestaltung in Deutschland und Frankreich
Ein Vergleich der Aushandlungsprozesse am Beispiel multinationaler Unternehmen
München/Mering 2005, 333 Seiten, ISBN 3-87988-920-1, € 32,80

Die wirtschaftliche Verflechtung der beiden wichtigsten Mitgliedsländer der EU, Deutschland und Frankreich, schreitet voran. Eine strategische Arbeit im Europäischen Betriebsrat setzt voraus, die Prozesse der betrieblichen Aushandlung kollektiver Fragen in beiden Ländern zu verstehen. Die Autorin hat hierzu Interviews im Flugzeugbau, in der Elektroindustrie und im Möbeleinzelhandel durchgeführt. Wie werden dort Arbeitszeitkonten, Wochenendarbeit oder Überstunden geregelt und welche betrieblichen Akteure übernehmen bei den Verhandlungen welche Rolle?
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  Annusch Barten
Das System der Arbeitnehmervertretung in Frankreich
Frankfurt am Main 2001, 380 Seiten, ISBN 3-631-38058-5, € 60,20

Dieser Länderbericht bietet eine grundlegende Darstellung der einzelnen Institutionen, der Begrifflichkeiten und maßgeblichen Vorschriften der französischen Arbeitnehmervertretung. Er kann als Nachschlagewerk für die praktische Arbeit vor allem Betriebsratsmitgliedern empfohlen werden, die in unmittelbarem Kontakt mit französischen Arbeitnehmervertretern stehen. Wichtig ist ein Verständnis des französischen Systems auch deshalb, weil die EU-Richtlinie zum Europäischen Betriebsrat sich maßgeblich an ihm orientiert.
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Sonstige Themen

  Andreas Hamann u. a.
Schwarz-Buch Lidl Europa
Billig auf Kosten der Beschäftigten
Berlin 2006, 140 Seiten, Broschüre der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), ISBN 3-932349-21-0, € 9,90

Nach dem Schwarz-Buch Lidl Deutschland liegt jetzt auch das Schwarz-Buch Lidl Europa vor. Der Autor erstellte mit seinem Team ausführliche Berichte über Arbeitsbedingungen und Filialalltag von Lidl-Verkäuferinnen in 20 europäischen Ländern. Das Buch enthält zahlreiche Angaben über die Auslandsexpansion des verschwiegenen Billig-Konzerns wie auch bislang kaum beachtete Fakten über die fragwürdige Finanzierung seiner Expansion insbesondere in die Länder Mittel- und Osteuropas.
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  Heiner Köhnen
Unternehmenskultur und Personalpolitik
Zur Situation der Beschäftigten und der Interessenvertretung bei H & M
Düsseldorf 2006, 100 Seiten, Arbeitspapier 119 der Hans-Böckler-Stiftung, € 15,-

Diese Studie untersucht die Situation der Beschäftigten, ihrer Interessenvertretung und die Personalpolitik des Einzelhandelsunternehmens Hennes & Mauritz mit seinen mehr als 1.000 Filialen in 21 Ländern. Wurde der 1997 unterzeichnete Verhaltenskodex mit Leben gefüllt oder handelt es sich dabei eher um eine PR-Maßnahme? Zahlreiche Interviews mit Betriebsräten und Managementvertretern in Deutschland wie auch in Schweden zeichnen ein zwiespältiges Bild der Unternehmenskultur, die vielfach als Disziplinierungsinstrument von den Beschäftigten erlebt wird. So konnten die 44 Betriebsräte in den 269 deutschen Filialen auch nur gegen massive Widerstände des Arbeitgebers etabliert werden.
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  Jan Cremers/Peter Donders (Hrsg.)
Freizügigkeit der Arbeitnehmer in der EU
CLR Studies 4, Den Haag 2005, ISBN 90-5901-508-8, € 12,-

Die grenzüberschreitende Mobilität im Europäischen Binnenmarkt zeigt sich in der Praxis vor allem in der Gruppe der Führungskräfte sowie bei Arbeitnehmern im Baugewerbe. Das Europäische Institut zur Erforschung der Arbeit im Baugewerbe (CLR) hat im Rahmen der Schriftenreihe CLR-News diese Untersuchung über die Entsenderichtlinie in zehn Ländern vorgelegt. Die Studie beinhaltet auch gemeinsame Empfehlungen der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände der Bauindustrie auf europäischer Ebene und ist in mehreren Spachen verfügbar, darunter auf Deutsch.
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  Joachim Beerhorst/Hans-Jürgen Urban (Hrsg.)
Handlungsfeld europäische Integration
Gewerkschaftspolitik in und für Europa
Hamburg 2005, 120 Seiten, broschiert, ISBN 3-89965-124-3, € 8,90

Gemessen an ihrem eigenen Anspruch weisen viele Gewerkschaften immer noch einen "Europäisierungsrückstand" auf, so die Autoren aus dem Umfeld der IG Metall. Einer von ihnen ist Dr. Joachim Beerhorst, in der Vorstandsverwaltung der IG Metall zuständig für die Ausbildung von Gewerkschaftssekretären. Er legt im Rahmen seiner Tätigkeit großen Wert auf die Berücksichtigung europäischer Themen in der täglichen Gewerkschaftsarbeit. Aline Hoffmann vom EBR-Team der IG Metall zeigt den Weg hin zu einer "grenzüberschreitenden gewerkschaftlichen Betriebspolitik" in ihrem Beitrag auf. Weitere Themen wie Tarifpolitik und Bildungsarbeit sowie Beiträge von Autoren aus Dänemark, Italien, Tschechien und Polen runden den Sammelband ab.
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  Jochen Gollbach
Europäisierung der Gewerkschaften
Praktische Ansätze im Spannungsfeld transnationaler Traditionen
Hamburg 2005, 255 Seiten, broschiert, ISBN 3-89965-126-X, € 16,80

Durch Binnenmarkt und Währungsunion hat sich der Standortwettbewerb in Europa und mit ihm der Ruf nach Lohnsenkungen und Arbeitszeitverlängerungen verschärft. Der Autor geht in seiner im April 2005 erschienenen Dissertation der Frage nach, wie die Gewerkschaften vor diesem Hintergrund ihre Tarifpolitik europaweit koordinieren können. Für die Umsetzung dieser Aufgabe war er mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes (EMB) in Brüssel selbst zuständig.
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  Torsten Brandt/Thorsten Schulten/Gabriele Sterkel/Jörg Wiedemuth (Hrsg.)
Europa im Ausverkauf
Liberalisierung und Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und ihre Folgen für die Tarifpolitik, Hamburg 2008, 400 Seiten, ISBN 978-3-89965-253-6, € 19,80

Treibende Kraft für die Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen ist die Europäische Kommission. Die Folgen sind oft Beschäftigungsabbau, prekäre Arbeit und Lohnkürzungen. In diesem Sammelband stellen 25 Autoren die Entwicklung einiger Branchen in Deutschland (Energie, Wasserwirtschaft, Krankenhäuser, Nahverkehr, Post, Telekommunikation) und in ausgewählten Nachbarländern (Großbritannien, Österreich, Schweiz und Niederlande) dar. Besonders interessiert sie dabei die Auswirkungen der Privatisierungen auf die Tarifpolitik.
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  Thorsten Schulten/Reinhard Bispinck/Claus Schäfer (Hrsg.)
Mindestlöhne in Europa
Hamburg 2006, 306 Seiten, ISBN 3-89965-154-5, € 17,80

Die Diskussion über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes wird seit einiger Zeit auch in Deutschland geführt. Zum Jahresanfang 2006 ist erstmals ein Buch erschienen, das die Mindestlohnpolitik in den EU-Mitgliedsländern darstellt und konkrete Schlußfolgerungen für politische Initiativen zugunsten eines europäischen Mindestlohns zieht. Die Herausgeber sind wissenschaftliche Mitarbeiter beim Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.
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  Thorsten Schulten
Solidarische Lohnpolitik in Europa
Zur Politischen Ökonomie der Gewerkschaften
Hamburg 2004, 352 Seiten, broschiert, ISBN 3-89965-073-5, € 19,80

Spätestens seit den 80er Jahren befindet sich das Konzept einer solidarischen Lohnpolitik in einer grundlegenden Krise. In vielen EU-Ländern zeigt sich eine wachsende Umverteilung zugunsten der Kapitaleinkommen, während auch Lohndifferenzen zwischen den einzelnen Beschäftigtengruppen immer mehr zunehmen. Schließlich steht auch der Flächentarifvertrag als wichtige Stütze der Tarifpolitik in den meisten europäischen Ländern unter Druck.

Der Autor, Mitarbeiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, versucht in seiner Dissertation, die tarifpolitischen Debatten in den Kontext einer empirischen Grundlagenarbeit über gewerkschaftliche Lohnpolitik zu stellen. Ausgehend von den verschiedenen Erklärungsansätzen zur gewerkschaftlichen Tarifpolitik zeichnet er die lohnpolitische Entwicklung der letzten Jahrzehnte nach und stellt Ansätze einer tarifpolitischen Kooperation auf interregionaler Ebene ("Doorn-Initiative") als auch auf der Ebene des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes (EMB) vor.
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